Jeder Markt atmet im selben Rhythmus: eine ruhige Akkumulation am Boden, der steigende Markup, eine nervöse Distribution am Top und der fallende Markdown. Dann beginnt das Spiel von vorn. Wer weiß, in welcher Phase er steht, weiß, was als Nächstes kommt.
Der Composite Man durchläuft mit jedem Markt denselben Plan. Klicke auf eine Phase im Chart — oder auf die Tabs — und lies, was die starke und die schwache Hand dort gerade tun.
Zwei Trendphasen, zwei Übergangsphasen. Die Übergänge — Akkumulation und Distribution — sind die spannendsten: Dort wechselt die Ware leise den Besitzer.
Seitwärts am Boden. Die starke Hand sammelt von Panikverkäufern ein.
Aufwärtstrend. Höhere Hochs und Tiefs, bis die Masse einsteigt.
Seitwärts am Top. Die starke Hand gibt an die euphorische Masse ab.
Abwärtstrend. Tiefere Tiefs, bis Erschöpfung den nächsten Boden bildet.
Trends sind leicht zu erkennen — aber spät. Das ganze Geld wird in den seitwärts laufenden Übergangsphasen verdient, weil dort der Besitzer wechselt. Genau diese Trading Ranges zerlegt die Wyckoff-Methodik in ihre Schemata.
Ein Trendfolger steigt erst ein, wenn der Trend offensichtlich ist — also spät, mit schlechtem Chancen-Risiko-Verhältnis. Ein Wyckoff-Trader liest die Range und positioniert sich, bevor der Trend startet: am Spring, am Last Point of Support.
Die nächsten beiden Lektionen zeigen die beiden entscheidenden Ranges Ereignis für Ereignis — zuerst die Akkumulation, dann die Distribution.
Drei Gedanken zum Marktzyklus.
Akkumulation, Markup, Distribution, Markdown — auf jedem Markt, jedem Zeitrahmen, immer wieder.
Die Übergangsphasen sind die Wenden. Dort positioniert sich der Composite Man, lange bevor der Trend sichtbar ist.
Wer weiß, in welcher Phase der Markt steht, weiß, ob er kaufen, halten, verteilen oder meiden sollte.